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Die Rolle von Implantaten bei der Behandlung fehlender Zähne

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Inhalt

Implantat bei fehlenden Zähnen

Ein Implantat bei fehlenden Zähnen ist eine biofunktionelle und dauerhafte zahnärztliche Wiederherstellungsleistung, die darauf beruht, Titanschrauben in den Kieferknochen einzusetzen und darauf einen Zahnersatz anzufertigen, um Funktion und Ästhetik verlorener natürlicher Zähne wiederherzustellen.

1. Warum wird bei fehlenden Zähnen ein Implantat bevorzugt?

Der Hauptgrund, warum die Implantatbehandlung zur Ergänzung fehlender Zähne bevorzugt wird, liegt darin, dass diese Methode die natürliche Zahnstruktur und Mundanatomie am besten nachahmt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden wird sie direkt in die Lücke eingesetzt, ohne dass benachbarte gesunde Zähne beschliffen oder verkleinert werden müssen. Da es sich direkt mit dem Kieferknochen verbindet, verteilt es die Kaukraft gleichmäßig und verhindert Knochenschwund. Dank seiner langlebigen, widerstandsfähigen und biokompatiblen Struktur verbessert es die Lebensqualität der Patienten dauerhaft.

  • Erhalt gesunder Zähne: Anders als bei einer Brückenbehandlung müssen benachbarte Zähne nicht beschliffen werden.
  • Erhalt der Knochengesundheit: Da es wie eine Zahnwurzel funktioniert, stoppt es den Knochenabbau (Resorption) im Kiefer.
  • Hohe Kauleistung: Bietet den Komfort, der dem Kaudruck natürlicher Zähne am nächsten kommt.

2. Was ist ein Zahnimplantat und wie funktioniert es?

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die meist aus Titan hergestellt und chirurgisch in den Kieferknochen eingesetzt wird, um Zahnverluste auszugleichen. Das Funktionsprinzip des Systems beruht auf einem Mechanismus namens Osseointegration. Die chirurgisch in den Knochen eingesetzte Titanschraube geht auf zellulärer Ebene eine mechanische und biologische Verbindung mit dem Knochengewebe ein. Sobald dieser Verwachsungsprozess abgeschlossen ist, bildet das Implantat eine stabile Basis, die die Belastung durch Krone, Brücke oder Zahnersatz tragen kann.

  • Implantatkörper: Der schraubenförmige Titanteil, der in den Kieferknochen eingesetzt wird.
  • Abutment (Verbindungsstück): Das Verbindungsteil zwischen der künstlichen Wurzel und dem Porzellan-/Zirkonzahn darüber.
  • Aufbau (Zahnersatz/Krone): Der im Mund sichtbare künstliche Zahn, der das Kauen ermöglicht und ästhetisch gestaltet ist.

3. Wie wirken sich fehlende Zähne auf die Mundgesundheit aus?

Selbst der Verlust eines einzigen Zahns bringt das mechanische Gleichgewicht des gesamten Kiefersystems durcheinander und führt zu einer Kette von Gesundheitsproblemen. Der Kieferknochen im Bereich des fehlenden Zahns verliert mit der Zeit an Volumen und baut ab, da er keinen Kaureiz mehr erhält. Benachbarte Zähne beginnen, in die entstandene Lücke zu kippen, während sich der gegenüberliegende Zahn im anderen Kiefer in die Lücke hinein verlängert; dies bereitet den Boden für Bissstörungen (Malokklusion) und Zahnfleischerkrankungen. Zudem kann eine unzureichende Zerkleinerung der Nahrung zu Verdauungsproblemen führen, während der Verlust von Frontzähnen Sprachstörungen verursachen kann.

Problem bei fehlendem Zahn Kurzfristige Wirkung Langfristige Folge
Fehlende Knochenreizung Leichter Zahnfleischrückgang Erheblicher Kieferknochenabbau und Gesichtseinfall
Zähne verschieben sich in die Lücke Nahrungsansammlung zwischen den Zähnen Bissstörung und Kiefergelenkbeschwerden (CMD)
Unzureichendes Kauen Herunterschlucken großer Nahrungsstücke Magen- und Verdauungserkrankungen wie Gastritis, Reflux

4. Kann bei Verlust eines einzelnen Zahns ein Implantat gesetzt werden?

Der Verlust eines einzelnen Zahns gehört zu den häufigsten und erfolgreichsten Indikationen für eine Implantatbehandlung. Geht ein einzelner Zahn verloren, können funktionale und ästhetische Einbußen durch ein einziges, in diesen Bereich eingesetztes Implantat vollständig ausgeglichen werden. Bei diesem Eingriff werden die gesunden Zähne rechts und links von der Lücke nicht angetastet. Das gesetzte Implantat verhindert, dass benachbarte Zähne in die Lücke kippen, und ermöglicht dem Patienten gleichzeitig, seine gewohnte Zahnputz- und Zahnseidenroutine unverändert fortzusetzen.

  • Die Unversehrtheit und Schmelzstruktur der Nachbarzähne bleibt erhalten.
  • Da eine einzelne Zahnanatomie erhalten bleibt, ist die Zwischenraumreinigung einfach.
  • Besonders bei Verlust von Frontzähnen ideal, um die natürliche Zahnfleischform (Papille) zu erhalten.

5. Wie wird ein Implantat bei mehreren fehlenden Zähnen geplant?

Wenn mehrere nebeneinanderliegende Zähne fehlen, ist es nicht immer chirurgisch und finanziell notwendig, für jeden fehlenden Zahn ein separates Implantat zu setzen. Bei der Planung werden die Größe der Lücke, die Qualität des Kieferknochens und anatomische Nachbarstrukturen (Nasennebenhöhlen, Nervenkanäle) detailliert untersucht. Zum Beispiel kann in einem Bereich, in dem drei Zähne nebeneinander fehlen, jeweils ein Implantat am Anfang und Ende gesetzt werden, wobei dazwischen ein Brückenglied platziert wird. So wird mit minimalem chirurgischem Eingriff maximale Tragfähigkeit und Stabilität erreicht.

  • Regionale Implantatbrücken: Anatomische Wiederherstellung mehrerer fehlender Zähne mit weniger Schrauben.
  • Strategische Positionierung: Implantate werden an den dichtesten und qualitativ besten Stellen des Kieferknochens gesetzt.
  • Kosten- und OP-Optimierung: Unnötige chirurgische Belastung wird reduziert, der Heilungsprozess beschleunigt.

6. Wie wird die Implantatbehandlung bei völligem Zahnverlust durchgeführt?

Bei Patienten ohne verbliebene eigene Zähne (vollständig zahnlos) variiert die Implantatbehandlung je nach Planung eines festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatzes. Soll ein festsitzender Zahnersatz angefertigt werden, werden je nach Zustand des Kieferknochens 6-8 Implantate in den Unterkiefer und 6-8 in den Oberkiefer gesetzt, auf die vollständige Porzellan- oder Zirkonbrücken verschraubt werden. Ist das Knochenvolumen im hinteren Bereich unzureichend, kann das „All-on-4″-Konzept angewendet werden, bei dem ein festsitzender Zahnersatz auf 4 schräg eingesetzten Implantaten getragen wird. Bevorzugt der Patient herausnehmbaren Zahnersatz, werden weniger Implantate (2-4 Stück) mit Klick-Verankerungen (Overdenture) geplant.

Methode Anzahl der Implantate (pro Kiefer) Art des Zahnersatzes Für wen geeignet?
Klassisch festsitzend 6 – 8 Stück Festsitzende Brücke (Porzellan/Zirkon) Patienten mit ausreichendem Knochenvolumen und Budget
All-on-4-Konzept 4 Stück (angulär) Hybrider festsitzender Zahnersatz Patienten mit Knochenabbau im hinteren Bereich
Overdenture (Klickprothese) 2 – 4 Stück Herausnehmbarer Zahnersatz mit Präzisionsverankerung Patienten, die eine wirtschaftliche Lösung suchen oder sehr wenig Knochen haben

7. Was ist der Unterschied zwischen Implantat- und Brückenbehandlung?

Der wesentliche Unterschied zwischen Implantatbehandlung und klassischer Brückenbehandlung liegt in den anatomischen Strukturen, auf die sich die Versorgung stützt. Bei der Brückenbehandlung werden zur Beseitigung der Zahnlücke die gesunden Zähne beiderseits der Lücke beschliffen und verkleinert, und der angefertigte Zahnersatz wird an diesen Zähnen befestigt; das heißt, die Belastung wird auf die Nachbarzähne übertragen. Bei der Implantatbehandlung hingegen wird eine direkt in den Kieferknochen eingesetzte künstliche Wurzel verwendet, sodass die Nachbarzähne nicht berührt werden. Während das Implantat den Knochen erhält, kann der Knochenabbau unter der Brücke mit der Zeit fortschreiten.

  • Unversehrtheit der Nachbarzähne: Beim Implantat bleibt die Zahnunversehrtheit erhalten, bei der Brücke werden gesunde Zähne beschliffen.
  • Lebensdauer: Implantate können bei richtiger Pflege lebenslang halten, während Brücken durchschnittlich alle 7-10 Jahre erneuert werden müssen.

8. Was ist der Unterschied zwischen Implantat und herausnehmbarem Zahnersatz?

Herausnehmbarer Zahnersatz (Prothesen) sind Geräte, die von Mundgewebe und verbliebenen Zähnen Halt erhalten und vom Patienten selbst ein- und ausgesetzt werden können; Implantate hingegen sind dauerhaft im Knochen verankerte Strukturen. Herausnehmbarer Zahnersatz kann beim Kauen aufgrund der Gewebeelastizität wackeln, klappern und Druckstellen verursachen, während bei implantatgetragenem Zahnersatz solche Stabilisierungsprobleme nicht auftreten. Während Implantate den Knochenabbau verhindern, können Vollprothesen durch dauerhaften Druck auf den Kieferknochen den Knochenabbau langfristig beschleunigen.

  • Stabilität und Komfort: Das Implantat sitzt fest und erschütterungsfrei; herausnehmbarer Zahnersatz kann sich im Mund verschieben.
  • Geschmacks- und Sprachempfinden: Oberkiefer-Vollprothesen bedecken den Gaumen und verringern dadurch das Geschmacksempfinden, beim Implantat bleibt der Gaumen frei.

9. Für wen ist die Implantatbehandlung bei fehlenden Zähnen geeignet?

Alle Personen, deren allgemeiner Gesundheitszustand einen chirurgischen Eingriff zulässt, deren Knochenentwicklung abgeschlossen ist (in der Regel ab 18 Jahren) und die eine gute Mundhygiene haben, sind geeignete Kandidaten für eine Implantatbehandlung. Systemische Zustände wie unkontrollierter schwerer Diabetes, aktive Chemotherapie oder Strahlentherapie sowie fortgeschrittene Osteoporose mit Bisphosphonat-Medikation können die Behandlung verhindern oder eine Verschiebung erforderlich machen. Rauchen ist ein Faktor, der die Erfolgsrate senkt, stellt aber kein absolutes Hindernis dar.

  • Personen, die ihre Wachstums- und Entwicklungsphase abgeschlossen haben,
  • Personen mit systemischen Erkrankungen (Blutdruck, Diabetes usw.), die unter ärztlicher Kontrolle stehen,
  • Personen mit ausreichendem oder durch Operation vergrößerbarem Kieferknochenvolumen.

10. Welche Untersuchungen erfolgen vor einer Implantatbehandlung?

Die Grundlage einer erfolgreichen Implantatbehandlung liegt in der detaillierten radiologischen und klinischen Planung vor der Operation. Bei der ersten Untersuchung wird die allgemeine Krankengeschichte des Patienten erfasst und das Mundgewebe untersucht. Anschließend wird über herkömmliche zweidimensionale Röntgenaufnahmen (Panorama) hinaus eine dreidimensionale Kiefer-Computertomografie (Dental-CT) angefertigt, die die millimetergenaue Breite, Höhe und Dichte des Kieferknochens zeigt. Anhand dieser digitalen Daten werden Nervenkanäle und Nasennebenhöhlen erkannt und der Winkel sowie die Größe des Implantats präzise festgelegt.

  • Klinische Untersuchung: Kontrolle der Zahnfleischgesundheit und des Mundhygienestandards.
  • 3D-Radiologische Analyse: Kartierung des Knochenvolumens und anatomischer Risikobereiche.
  • Systemische Gesundheitsuntersuchung: Analyse der Blutwerte und der Medikation bei chronischen Erkrankungen.

11. Wie beeinflusst der Kieferknochen die Implantatbehandlung?

Die Qualität und Menge des Kieferknochens sind die kritischsten Faktoren, die die mechanische Verankerung des Implantats im Knochen (Primärstabilität) und die anschließende biologische Verwachsung direkt bestimmen. Um die Implantatschraube herum sollte mindestens 1-2 mm gesundes Knochengewebe vorhanden sein. Knochen, die hinsichtlich der Dichte sehr hart (Typ D1) oder übermäßig weich und schwammig (Typ D4) sind, erfordern eine Anpassung der Operationstechnik; ideal ist Knochen mit ausgewogener Härte. Ist das Knochenvolumen unzureichend, kann die Implantatoberfläche freiliegen, was zum Misserfolg der Behandlung führt.

12. Kann bei unzureichendem Knochen ein Implantat gesetzt werden?

Dank der heutigen fortschrittlichen Kieferchirurgie-Techniken ist es möglich, Implantate auch bei Patienten mit Knochenabbau oder unzureichendem Knochen im Kiefer sicher anzuwenden. Mit Methoden, die als „Knochenaugmentation“ oder umgangssprachlich als „Knochenaufbau“ bekannt sind, werden künstliche oder natürliche Knochentransplantate in unzureichende Bereiche eingesetzt. Um die abgesunkenen Nasennebenhöhlen im Oberkiefer anzuheben, wird eine „Sinuslift“-Operation durchgeführt. Durch diese fortgeschrittenen chirurgischen Verfahren wird das für das Implantat erforderliche Volumen geschaffen; der Knochenaufbau kann je nach Situation gleichzeitig mit dem Implantat oder einige Monate zuvor erfolgen.

  • Autogene/Allogene Transplantation: Übertragung von Knochenmaterial zur Steigerung des Knochenvolumens.
  • Sinuslift-Operation: Verfahren zur Vergrößerung des vertikalen Knochenabstands im hinteren Oberkieferbereich.
  • Knochenblock-Transplantate: Bei fortgeschrittenem horizontalem Knochenverlust wird ein Knochenblock aus einem anderen Kieferbereich übertragen.

13. Wie verläuft der Implantatbehandlungsprozess?

Der Implantatbehandlungsprozess besteht aus zwei Hauptphasen: der chirurgischen Einsetzung und der Zahnersatzphase. Unter örtlicher Betäubung wird im geplanten Bereich das Zahnfleisch geöffnet, im Kieferknochen ein zur Implantatgröße passendes Bett vorbereitet, die Schraube eingesetzt und das Zahnfleisch verschlossen; diese chirurgische Phase dauert im Durchschnitt 15-30 Minuten pro Implantat. Nach der Operation wird für die Verwachsung des Implantats mit dem Knochen (Osseointegration) im Oberkiefer 3-4 Monate und im Unterkiefer 2-3 Monate gewartet. Nach erfolgter Verwachsung wird mit einem kleinen Eingriff eine Einheilkappe angebracht, ein Abdruck genommen und der endgültige Zahnersatz hergestellt und montiert.

Phase Nr. Vorgang Durchschnittliche Dauer/Wartezeit
1 Planung und chirurgische Einsetzung 15 – 30 Minuten (pro Implantat)
2 Osseointegration (Knochenverwachsung) 2 – 4 Monate (je nach Kiefer unterschiedlich)
3 Einheilkappe und Abdrucknahme 1 – 2 Wochen
4 Montage des endgültigen Zahnersatzes 3 – 7 Tage

14. Wie verläuft der Heilungsprozess nach der Implantatbehandlung?

Die unmittelbar nach dem chirurgischen Eingriff beginnende akute Heilungsphase der ersten 48 Stunden kann mit der richtigen Pflege komfortabel überstanden werden. Am Tag der Operation ist es normal, dass nach Nachlassen der Betäubungswirkung leichte Schmerzen und je nach Umfang des Eingriffs eine Schwellung (Ödem) auftreten; die vom Arzt verordneten Schmerzmittel und Antibiotika halten diesen Prozess unter Kontrolle. Sickerblutungen am ersten Tag gelten als normal. Die Fäden werden in der Regel nach 7 bis 10 Tagen gezogen, oder es wird bei selbstauflösendem Nahtmaterial beobachtet.

  • Kühlkompresse: Äußerliches Kühlen mit Eis in den ersten 24 Stunden minimiert die Schwellung.
  • Weiche Ernährung: In den ersten Tagen sollten warme, pürierte Speisen verzehrt werden, die den Implantatbereich nicht belasten.
  • Nicht spülen: Am ersten Tag sollte auf Ausspucken und starkes Spülen verzichtet werden, damit sich der Blutpfropf nicht löst.

15. Wann kann man nach dem Implantat zum Alltag zurückkehren?

Nach einer unter örtlicher Betäubung durchgeführten Standard-Implantatbehandlung mit einem oder wenigen Implantaten können Patienten in der Regel bereits am nächsten Tag zu ihrem gewohnten Arbeits- und Sozialleben zurückkehren. Ruhe am Operationstag und der Verzicht auf schwere körperliche Aktivitäten sind wichtig, um den Blutdruck auszugleichen und das Blutungsrisiko zu verringern. Bei Patienten mit fortgeschrittenen chirurgischen Eingriffen (wie Knochentransplantation oder Sinuslift) oder bei Vollnarkose/Sedierung kann die vollständige Rückkehr zur Arbeit 2-3 Tage dauern.

  • In Standardfällen kann nach 24 Stunden die Arbeit wieder aufgenommen werden.
  • In den ersten 3-5 Tagen sollte auf intensiven Sport, Sauna und starke körperliche Anstrengung verzichtet werden.
  • Sprechen und soziale Interaktion sind nach der Operation so gut wie nicht beeinträchtigt.

16. Welche langfristigen Vorteile bietet die Implantatbehandlung?

Der größte langfristige Vorteil der Implantatbehandlung besteht darin, dass sie dem Patienten eine dauerhafte, stabile Mundstruktur bietet, die ihn ein Leben lang begleiten kann. Da sie den Kieferknochen wie natürliche Zahnwurzeln stimuliert, verhindert sie altersbedingtes Gesichtseinfallen und ein gealtertes Erscheinungsbild. Anders als bei herkömmlichen Brücken besteht keine Gefahr, dass mit der Zeit Nahrung darunter eindringt oder Karies entsteht. Bei entsprechender Mundhygiene ist die biomechanische Lebensdauer nahezu unbegrenzt, was sie langfristig zur wirtschaftlichsten zahnärztlichen Investition macht.

  • Erhalt der Gesichtsästhetik: Unterstützt Lippen- und Wangenmuskulatur und verhindert altersbedingtes Einfallen.
  • Hohe Lebensqualität: Beseitigt vollständig die Angst, dass der Zahnersatz in der Öffentlichkeit herausfällt.
  • Nachhaltige finanzielle Lösung: Da keine häufige Erneuerung erforderlich ist, ist sie langfristig wirtschaftlich.

17. Wie unterstützt das Implantat das natürliche Aussehen und die Funktion der Zähne?

Bei der Gestaltung von implantatgetragenem Zahnersatz werden heutige fortschrittliche computergestützte Design- und Fertigungstechnologien (CAD/CAM) genutzt. Aus Porzellan oder hochtransluzentem Zirkon gefertigte Aufbauten werden so hergestellt, dass sie in Farbe, Form und Oberflächenbeschaffenheit exakt mit den natürlichen Zähnen des Patienten übereinstimmen. Funktional betrachtet vermittelt das Implantat, da es direkt auf Zahnfleischniveau austritt, ein natürliches Zahngefühl; der Patient spürt beim Kauen die Kraft direkt im Knochen, was die Natürlichkeit des Kaureflexes bewahrt.

18. Welche Faktoren beeinflussen die Erfolgsrate der Implantatbehandlung?

In der modernen Zahnheilkunde liegt die Erfolgsrate der Implantatbehandlung mit 95 % bis 98 % auf einem sehr hohen Niveau. Das Erreichen dieser Rate hängt jedoch direkt sowohl von der chirurgischen Präzision des Arztes als auch von der Qualität der Nachsorge des Patienten ab. Die vollständige Einhaltung der Sterilisationsregeln sowie das Einsetzen des Implantats im richtigen Winkel und mit dem richtigen Drehmoment sind arztseitige Erfolgsfaktoren. Zu den patientenseitigen Faktoren zählen unkontrollierte systemische Erkrankungen und vor allem eine schlechte Mundpflege, die zu einer Periimplantitis, einer Entzündung des Zahnfleisches um das Implantat, führt.

  • Mundhygiene: Unregelmäßiges Zähneputzen ist die häufigste Ursache für Implantatverlust.
  • Rauchen: Starker Zigarettenrauch beeinträchtigt die Durchblutung des Gewebes und behindert die Knochenverwachsung.
  • Erfahrung des Arztes: Korrekte Diagnose, sterile Chirurgie und einwandfreie Zahnersatzplanung.

19. Wie sollte die Mundpflege nach einem Implantat erfolgen?

Auch wenn Implantate aus verrottungsbeständigem Titan und Keramik bestehen, sind das umliegende Zahnfleisch- und Knochengewebe empfindlich gegenüber bakteriellen Infektionen. Aus diesem Grund muss die Mundpflege nach einem Implantat noch sorgfältiger durchgeführt werden als die Pflege natürlicher Zähne. Neben dem standardmäßigen Zähneputzen mindestens zweimal täglich sollten spezielle Interdentalbürsten oder Zahnseide verwendet werden, um den Übergangsbereich zwischen Implantat und Zahnfleisch zu reinigen. Zur Reinigung unter Brücken oder mehrgliedrigem Implantatzahnersatz sollten Superfloss und Munddusche (Waterpik) zur täglichen Routine hinzugefügt werden.

  • Interdentalbürste: Sollte täglich verwendet werden, um mechanischen Zahnbelag an den Implantatkanten zu entfernen.
  • Munddusche: Entfernt durch Druckwasserstrahl Nahrungsreste aus tiefen Taschen, die die Bürste nicht erreicht.
  • Regelmäßige zahnärztliche Kontrolle: Zweimal jährliche professionelle klinische Untersuchungen ermöglichen die Früherkennung möglicher Probleme.

Häufig gestellte Fragen zur Implantatbehandlung bei fehlenden Zähnen

Frage 1: Werde ich während der Implantatbehandlung Schmerzen verspüren?

Antwort: Nein, die Implantatoperation wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, und der zu behandelnde Bereich wird vollständig betäubt. Während des Eingriffs ist es nicht möglich, Schmerzen zu verspüren. Leichte Nachschmerzen, die danach auftreten können, lassen sich mit üblichen Schmerzmitteln leicht kontrollieren.

Frage 2: Kann der Körper ein Implantat abstoßen?

Antwort: Titan ist ein biokompatibles Material und hat keine antigenen Eigenschaften, sodass es vom Körper nicht als „Fremdgewebe“ wahrgenommen und abgestoßen wird (wie bei einer Organabstoßung). Misserfolge entstehen in der Regel durch Infektionen oder übermäßige Belastung in einer frühen Phase, also durch mechanische/biologische Komplikationen.

Frage 3: Wie lange hält eine Implantatbehandlung?

Antwort: Ein regelgerecht durchgeführtes Implantat, bei dem größte Sorgfalt auf die Mundhygiene gelegt wird, kann ein Leben lang im Mund verbleiben. Die darauf befindlichen Porzellan- oder Zirkonverblendungen müssen jedoch aufgrund mechanischen Verschleißes nach 10-15 Jahren möglicherweise erneuert werden.

Frage 4: Können Diabetiker Implantate erhalten?

Antwort: Ja, Diabetiker können Implantate erhalten. Entscheidend ist hierbei, dass der HbA1c-Wert und der Blutzucker unter Kontrolle sind. Bei Patienten, die regelmäßig ihre Medikamente einnehmen und einen stabilen Blutzucker haben, verläuft der Heilungsprozess nicht anders als bei gesunden Personen.

Frage 5: Wird der Zahn direkt nach dem Setzen des Implantats angebracht?

Antwort: In der Regel wird nach dem Einsetzen des Implantats 2-4 Monate gewartet, bis es mit dem Knochen verwächst, wobei in dieser Zeit ein provisorischer Zahnersatz verwendet wird. Bei sehr hoher Knochenqualität ist es jedoch auch möglich, mit der Technik der „Sofortbelastung“ (Immediate Loading) noch am selben Tag einen provisorischen festsitzenden Zahn einzusetzen.

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