Was kostet Kiefer-Botox? Bei wem wird Kiefer-Botox angewendet?
Das als Kiefer-Botox bekannte Masseter-Botox ist eine Methode, die zur Behandlung von Bruxismus (Zähneknirschen), Masseterhypertrophie (ein geschwollenes Aussehen aufgrund der Vergrößerung der Muskeln an den Kieferwinkeln) und muskelbedingten Störungen des Kausystems eingesetzt wird.
Es ist jedoch nicht für jeden Patienten mit Zähneknirschen oder für jede Person mit Kieferschmerzen eine geeignete Behandlung. Daher ist vor der Anwendung eine detaillierte Untersuchung des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur erforderlich.
Wie wirkt Masseter-Botox?
Der Massetermuskel ist einer der Hauptmuskeln, die die Kaufunktion ermöglichen, aber er ist nicht der einzige Muskel.
Ein weiterer wichtiger Muskel, der am Kausystem beteiligt ist, ist der Temporalismuskel (Schläfenmuskel), der sich fächerförmig im Schläfenbereich erstreckt. Insbesondere bei temporomandibulären Störungen (Störungen des Kausystems), die mit Kopfschmerzen einhergehen, kann bei geeigneten Patienten auch eine Botulinumtoxin-Injektion in den Temporalismuskel zur Behandlung beitragen.
In welchen Fällen wird Kiefer-Botox angewendet?
Masseter-Botox ist möglicherweise nicht bei jedem Kiefermuskelschmerz oder bei jedem Zähneknirsch-Problem die geeignete Behandlungsoption.
Erstens ist die Wirkung von Botox vorübergehend und muss in der Regel etwa alle 6 Monate wiederholt werden.
Außerdem kann Botulinumtoxin nicht in alle Kaumuskeln injiziert werden. Beispielsweise sind die Muskeln Pterygoideus lateralis und Pterygoideus medialis aufgrund ihrer anatomischen Lage nicht für Injektionen geeignet, oder ihre Anwendung ist sehr schwierig. Bei Patienten, bei denen vermutet wird, dass diese Muskeln die Schmerzquelle sind, wird Masseter-Botox allein keinen ausreichenden Nutzen bringen.
Darüber hinaus kann die regelmäßige Anwendung von Masseter-Botox bei Personen mit einer langen Gesichtsstruktur und einem nicht ausgeprägten Massetermuskel die Gesichtsästhetik negativ beeinflussen und zu einem erschlafften Aussehen aufgrund von Volumenverlust im unteren Gesichts- und Halsbereich führen.
Daher muss die Behandlungsentscheidung unbedingt unter gemeinsamer Berücksichtigung der Gesichtsstruktur, des Muskelvolumens und der Beschwerden des Patienten getroffen werden.
Bei welchen Patienten wenden wir Kiefer-Botox an?
In unserer Klinik bevorzugen wir Masseter-Botox am häufigsten bei Patienten mit Masseterhypertrophie, die mit Zähneknirschen oder Kieferschmerzen einhergeht.
Bei diesen Patienten hilft es nicht nur, die Intensität des Zähneknirschens zu verringern, sondern das Muskelvolumen an den Kieferwinkeln nimmt mit der Zeit ab, was zu einer schlankeren Gesichtskontur führen kann.
Darüber hinaus kann es bei entsprechender Fallauswahl auch bei Patienten als Behandlungsoption in Betracht gezogen werden, die stark mit den Zähnen knirschen und keine Aufbissschiene (Knirscherschiene) verwenden können oder diese nicht tolerieren.
Welcher Arzt sollte Kiefer-Botox durchführen?
Im Gegensatz zu den mimischen Muskeln im Gesicht sind die Kaumuskeln funktionelle Muskeln. Injektionen in diese Muskeln können nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild, sondern auch die Funktionsweise des Kausystems beeinflussen.
Daher ist es wichtig, dass Masseter-Botox von Zahnärzten angewendet wird, die eine Ausbildung in Kiefergelenkserkrankungen und dem Kausystem absolviert haben.
Insbesondere Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie für zahnärztliche Prothetik erhalten während ihrer Ausbildung eine umfassende Schulung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Kausystems.
Wie hoch ist der Preis für Kiefer-Botox?
Der Preis für Kiefer-Botox kann je nach Anzahl der zu behandelnden Bereiche, der Menge des verwendeten Botulinumtoxins und dem Behandlungsplan variieren.
Nach dem Mindestgebührentarif der Türkischen Zahnärztekammer für das Jahr 2026 wurde die Gebühr für die „Botulinumtoxin-Anwendung in der Zahnmedizin“ auf 10.500 TL festgelegt.
Der endgültige Behandlungsplan und die zu verabreichende Dosis werden nach der Untersuchung entsprechend den Bedürfnissen des Patienten festgelegt.